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Devon und Cornwall

Devon und Cornwall sind Grafschaften im Südwesten England und bekannt für Ihre Küste. Cornwall ist eine Halbinsel, Devon liegt direkt darüber und wird von zwei Seiten vom Meer begrenzt. Beide Regionen sind aufgrund ihrer schönen Strände beliebte Reiseziele. Cornwall lockt zudem aufgrund seines milden Klimas und seiner Kulturgüter jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Doch auch kulturell und kulinarisch steht die Küstenregion in Devon und Cornwall den englischen Metropolen in nichts nach.

Die Grafschaft Cornwall

Bis ins 19. Jahrhundert war die Grafschaft wirtschaftlich vom Bergbau und vom Fischfang geprägt. Neben Zinn wurde auch Bronze abgebaut. Die Wandlung vom Bergbauzentrum zum touristischen Anziehungspunkt vollzog sich erst in den letzten beiden Jahrzehnten. Dies liegt im Wesentlichen an dem besonderen Klima der Küstenregion. Die Winter sind im Vergleich zum Rest des Landes durch den Einfluss des Nordatlantikstromes sehr mild und feucht. Dadurch wachsen dort an vielen Stellen tropische Pflanzen. Malerisch sind zudem die zerklüfteten Steilküsten und die zahlreichen unberührten Sandstrände in der Region. Überall finden sich noch Spuren von der bewegten Vergangenheit der heutigen Grafschaft, die bereits in der Antike besiedelt war und aufgrund ihrer Häfen eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung hatte. Auch nach der Eroberung durch die Angelsachsen und später durch die Normannen konnte sich Cornwall eine gewisse Eigenständigkeit erhalten, die keltische Sprache und Kultur blieb noch lange lebendig. Das Cornische gilt als Dialekt zwar als ausgestorben, die Städte- und Ortsnamen aber erinnern an die frühmittelalterliche Kultur Cornwalls.

Heute gibt es in der Region viele historische Denkmäler zu erkunden, unter anderem die Ruine der Burg Tintagel und zahlreiche frühgeschichtliche Steinformationen. Empfehlenswert ist zudem ein Besuch der artenreichen Gartenanlagen wie „The Lost Gardens of Heligan“ südlich der Ortschaft Austell nahe Mevagissey. Das weitläufige Gelände befindet sich in Privatbesitz. Wer es urbaner mag schaut sich die Hauptstadt Truro an.

Die Grafschaft Devon

Devon gilt als eines der ersten Siedlungsgebiete in England. Bereits um 6.000 vor Christus wurde die Region um Dartmoor von steinzeitlichen Siedlern bewohnt. In der Gegenwart ist Devon vor allem für seine Nationalparks und der charmanten Küstengerion mit maritimem Flair über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Allein der Dartmoor-Nationalpark umfasst ein Territorium von etwa 650 Quadratkilometern, in dem Moor- und Heideflächen vorherrschend sind. Die Tierwelt ist vor allem abseits der Küste sehr artenreich – an einigen Tagen können Ornithologen dort bis zu 100 verschiedene Vogelarten pro Tag beobachten. Die Region von den Briten gerne genutzt, um dort Urlaub zu machen. Im Gegensatz zu Cornwall gibt es in Devon mehrere größere Städte. In Plymouth leben 650.000 Menschen, in der Hauptstadt Exeter knapp 110.000. Doch auch in den kleineren Ortschaften gibt es viele kleine, gemütliche Pubs und Cafés. Dort steht das National-Dessert der Einheimischen auf dem Speiseplan: Der Devon-Cream-Tea, ein Tee mit Milch, wird traditionell mit Scones und Erdbeermarmelade serviert.

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