Die Zaansche Mühlen im Freilichtmuseum Zaansche Schans sind wohl eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Niederlande. Rund 900.000 Besucher werden pro Jahr in dem Freiluftmuseum erwartet.

Das noch immer größtenteils bewohnte Museumsdorf liegt ca. 8 km nördlich von Amsterdam. Die rekonstruierten Holzhäuser, Lagerhäuser und Windmühlen vermitteln den Besuchern einen großartigen Eindruck der Zaan-Region im 17. und 18. Jahrhundert. In mehreren Werkstätten, wie beispielsweise einer Käserei, Bäckerei, Zinngießerei und einer Holzschuhmacherei können die Besucher traditionelles niederländisches Handwerk mit den ursprünglichen Werkzeugen erlernen und fühlen sich so in frühere Zeiten zurückversetzt.

In früheren Zeiten standen in der Zaan-Region noch über 1000 Windmühlen. Sie stellten einen sehr wichtigen Wirtschaftsfaktor der Niederlande dar, die Region um die Zaansche Mühlen war im 18. Jahrhundert eines der ersten Industriegebiete der Welt. Heute gibt es nur noch die folgenden Zaansche Mühlen: Die Senfmühle „De Huisman“, die Paltrok-Sägemühle „De Gekroonde Poelenburg“, die Farbmühle
„De Kat“, die Sägemühle „Het Jonge Schaap“, die Ölmühle „De Os“, die Ölmühle „De Zoeker“, die Sägemühle „Het Klaverblad“, die Ölmühle „De Bonte Hen“, die Koker-/Weidemühle „De Hadel“, die Schleifmühle „De Windhond“, die Weidemühle „Het Zwarte Kalf“ und die Weidemühle „Kaatmolen“.

Fast jede der Zaansche Mühlen kann heute besichtigt und auch noch betrieben werden. Es ist eine sehr besondere Erfahrung, dort den Müllern beim Mahlen von Kaffee, Senf und Kakao über die Schulter zu sehen.

Die Zaansche Mühlen sind somit auf jeden Fall nicht nur für Geschichtsbegeisterte eine Reise wert. Auch ein Laie lässt sich sofort von der einzigartigen Atmosphäre faszinieren. Durch die günstige Lage nahe Amsterdam lässt sich ein Besuch bei den Zaansche Mühlen außerdem noch besonders gut mit einem Stadttrip verbinden. Für nur rund 2,- Euro Eintrittspreis können Sie hautnah niederländische Tradition und Nostalgie erleben!