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Der Münchner Dom zu Unserer Lieben Frau ist den meisten besser bekannt als die Frauenkirche, das Wahrzeichen der bayerischen Landeshauptstadt. Der in der Altstadt unweit des Marienplatzes gelegene Münchner Dom gehört zu den berühmtesten und am meisten besuchten München Sehenswürdigkeiten. Er ist Sitz des Erzbischofs von München und Freising. Der Bau ist 109 Meter lang und 40 Meter breit. Der Nordturm hat eine Höhe von 98,57 Meter, der Südturm misst dagegen nur 98,45 Meter.
Ende des 13. Jahrhunderts entstand der erste Kirchenbau, die alte Kirche zu Unserer Lieben Frau, auf Betreiben des Wittelsbacher Herrscherhauses. Aufgrund der wachsenden Bevölkerung und des Wunsches nach einem repräsentativeren Bauwerk wurde der Bau einer neuen Kirche an gleicher Stelle beschlossen. Grundsteinlegung für den neuen Münchner Dom war der 9. Februar 1468. Errichtet wurde die Frauenkirche als dreischiffiger spätgotischer Backsteinbau. Ihr Baumeister war Jörg von Halspach, auf den noch weitere München Sehenswürdigkeiten zurückgehen, namentlich das Alte Rathaus im spätgotischen Stil sowie die Kreuzkirche. Bereits 1488 wurde die Frauenkirche fertig gestellt, allerdings noch ohne die markanten Turmspitzen. Diese Welschen Hauben genannten Spitzen wurden erst um 1525 aufgesetzt. Im 17. Jahrhundert wurde die Kathedrale barockisiert und unter anderem im Inneren ein Stuck-verzierter Triumphbogen errichtet. Im 19. Jahrhundert sollte die Frauenkirche wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt und regotisiert werden. Die barocken Stilelemente wurden dabei als zu profan angesehen, und weitgehend entfernt. Im 2. Weltkrieg wurde der Münchner Dom schwer beschädigt. Mit der Renovierung in den Nachkriegsjahren wurde der Innenraum dieses wohl wichtigsten Baudenkmals unter den München Sehenswürdigkeiten wieder reichhaltiger ausgestattet. Unter anderem ist heute hier das Passions-Tryptichon von Karl Caspar als Altarbild zu sehen.
Die Frauenkirche ist täglich von 7.00 – 19.00 Uhr geöffnet, donnerstags bis 20.30 Uhr,
freitags bis 18.00 Uhr. Turmbesichtigungen sind dabei vom 1. April bis 31. Oktober, montags bis samstags von 10.00 – 17.00 Uhr möglich.

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